Verstand und Bewusstsein

Verstand und Bewusstsein

Der Verstand als Begrenzung

Sei gegrüßt, geliebte Seele, so nehme ich Platz im Teil deines Bewusstseins, welches verbunden ist mit dem Großen Ganzen, dem einen Bewusstsein, welches sich erstreckt über Euch alle Seelen, alle Planeten und die geistige Welt.
Dieses Feld ist immer da, doch wurde Euer Verstand eingerichtet um Euch abgrenzen zu können von diesem Feld.

Warum habt Ihr Türen in Euren Wohnungen, Büros und Häusern? Um steuern zu können, welche Energien von Raum zu Raum fließen dürfen, welche Geräusche, welche Düfte, welche Menschen ihr einlassen wollt oder auch gerade nicht.
Auch Euer Verstand ist in erster Linie eine Tür. Er trennt und begrenzt Euch und zerlegt alles was ist in einzelne Teile, das große ganze Sein in kleine Puzzleteile, damit ihr in der Lage seid, genauer wahrzunehmen und zu empfinden was Euch und um Euch geschieht.

Das Erfahrungsinstrument

Der Verstand ist Euer Erfahrungsinstrument, das Euch gegeben ist, um zu fokussieren. Euch zu konzentrieren. Euch auch gewissermaßen vorzugaukeln, die Zeit wäre eine linear ablaufende Konstante, damit ihr ein sequenzielles Erleben wahrnehmen könnt.
In diesem Dienst leistet Euer Verstand großartige Arbeit und erhält die Illusion der Abgekoppeltheit vom Universum in diesem Dienst aufrecht.
Um nun zu erfahren, wer ihr wirklich seid, hinter all dem – um zu erfahren, was es noch gibt jenseits Eurer dreidimensionalen Realität, müsst Ihr Euch auf die jenseitige Dimension außerhalb und jenseits Eures Verstandes begeben.
Die Tür, die er darstellt um euch abzutrennen, dürft ihr öffnen. Ihn verlassen und hinaustreten in Euer Bewusstsein, welches ihn umgibt und in dem er schwimmt wie eine winzige Nudel in einem Topf voll von Suppe. Diese Suppe – wenn sie nicht begrenzt wäre – wäre das All-Eine, welches Ihr ausblendet, wenn Ihr Euch auf Euer Nudel-Dasein fokussiert, doch es ist immer da. Es mag keinen Relevanz haben für Phasen Eures Lebens, bei vielen ist es etwa die erste Lebenshälfte in der Ihr das Für-Euch-und-mit-Eurem-Verstand-sein genießt und auskostet; schließlich seid ihr ja hier auf dieser wunderschönen Erde, um eben Erfahrungen zu sammeln und Schicksale zu erleben, die in Eurer Seelenheimat nicht erfahrbar sind.

Illusionen

Doch früher oder später mag Euch klar werden, dass es da hinter dem Ganzen noch etwas gibt und ihr entdeckt vielleicht diese Tür. Dann fragt ihr Euch zunächst, ob ihr lernen könnt sie zu öffnen und ob es wirklich wahr ist, dass dahinter etwas verborgen liegt und ob Euch eure Wahrnehmung nicht täuscht – ob diese Tür selbst nicht bereits eine Illusion ist. Und euer kreativer Verstand wird alles tun, um die Illusion aufrecht zu erhalten, dass Zeit linear ist, Raum Euch trennt und bestimmte Ereignisse zufällig auftreten.
Doch das kann ich Euch versichern: es gibt keine Zufälle, zieht einmal in betracht dass alles, was Euch geschieht von Euch veranlasst wurde. Dass ihr kein Schicksal und kein Ereignis einfach so erlebt weil es passiert. Seid Euch bewusst, dass ihr der Schöpfer und zwar der vollkommene Schöpfer eurer Realität seid und dass alles was in eurem Leben ist von euch angezogen wurde.

So stehen in diesem großen Feld, welches hinter der Tür deines Verstandes liegt auch wir – deine Geistigen Helfer und Diener. Wir sind dein Sicherheitsnetz, denn wir wissen wie schwer es sein kann, wenn man den Weg auf der Erde nimmt, als Mensch durchs Leben zu schreiten und zu lernen, was Ängste sind, Verlust, Schmerz und Leid. Doch nimmt der Mensch das immer wieder in Kauf, weil es ohne diese Emotionen auch keine Liebe, Mitgefühl, Herzlichkeit, kein Miteinander und Füreinander geben könnte. Kein Mut kann existieren ohne Angst, etwas überwinden zu müssen. Kein Licht kann wahrgenommen werden, wenn es sich nicht von der Dunkelheit abheben kann.

Bewertungen

Ich möchte noch eins zu deinem Verstand sagen. Er ist nicht nur ein Erfahrungsinstrument, er ist auch ein Bewertungsinstrument und ständig dabei, Erfahrungen in Raster einzuteilen, in Schubladen abzulegen und dabei zu kategorisieren und zu qualifizieren. Jede neue Erfahrung wird bewertet. 
Welche Art von Erfahrung war dies? Wie wichtig war sie? Was hat sie mir gebracht? Was macht sie mit mir? Was fühle ich? Was habe ich davon? Will ich sie wiederholen? Will ich sie nie wieder erleben? Wie benote ich diese Erfahrung? War sie großartig oder langweilig oder furchtbar? Wie lang war sie? War sie die Zeit wert? War sie nicht lang genug? Habe ich mich in ihr verloren? War sie zu teuer? War sie ihr Geld wert? Wie ist sie verglichen mit anderen Erfahrungen? Welche Erfahrung ist ähnlich, welche steht ihr entgegen? Mit wem hätte ich sie gern geteilt? und und und…
All diese Fragen beantwortet euer blitzschneller Verstand in jeder Sekunde tausende mal und filtert und sortiert und speichert. Er ist ein treuer Diener und arbeitet fleißig ohne Unterlass.
Das Bewerten ist die zweite Phase, ein paralleler Handlungsstrang, der auf die Erfahrung folgt, und bereits während die Erfahrung statt findet, im Hintergrund mit läuft.

Auch das Bewerten ist etwas, das Euer Bewusstsein nicht tut. Eigentlich tut ein Bewusstsein auch nichts, es ist einfach. Es ist bewusst. Dafür gibt es nichts zu tun.

Der Schritt hinaus

Wenn Du in deinem Leben an den Punkt gelangst, wo du deinen Verstand als die Falle erkennst, die er ist (und die du selbst für dich aufgestellt hast, als du das noch wusstest) und du dich wieder davon befreien willst, dann öffne die Tür zu deinem Bewusstsein und begebe dich hinter deinen Verstand, über deinen Verstand, jenseits deines Verstandes und betrachte ihn von außen. Lehne ihn nicht ab, sondern begegne ihm in Dankbarkeit für seine gute Arbeit und bleibe mit ihm verbunden. Beauftrage ihn damit, die Erfahrungen , die du von nun an auf Bewusstseinsebene machen wirst, zu sammeln und zu protokollieren. Abzuspeichern, aufzubereiten und weiterzugeben, denn wenn du nur Bewusstsein bist, hast du auch nichts davon, denn dann wird dein Erdendasein sinnlos. Die Meisterschaft erlangst du, indem du beides verbindest. Deinen Verstand und Dein Bewusstsein. Lass die Nudel wissen, dass sie nicht Nudel, sondern Suppe ist, doch damit nicht weniger wertvoll, sondern viel mehr als bisher geglaubt.

Hast du bereits deinen Verstand bewerten lassen, ob man ein Bewusstsein mit Suppe vergleichen sollte? Ob es angemessen ist, deinen Verstand als Nudel zu bezeichnen?
Versuch einmal, dies nicht zu tun und es einfach anzunehmen wie es ist und zu beobachten. Wenn dir das gelingt, bist du einen Schritt in Richtung Bewusst Sein gegangen. Setze diesen Weg fort, so wird es dir immer leichter fallen und dein Leben wird an Schwere verlieren.

Saint Germain



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