Seelenweg vs. äußerer Antrieb

Seelenweg vs. äußerer Antrieb

Frage: Ich habe das Gefühl, etwas tun zu müssen. Es fühlt sich nicht gut an, sondern wie ein Druck von außen oder ein unangenehmer innerer Antreiber. Was ist das?

Danke, dass Du uns fragst. Es ist gut, sich nicht im Machen zu verlieren, sondern inne zu halten und Dich zu fragen, was Dich da antreibt. Ist es Dein innerster Wunsch, auf Deinem Seelenweg voranzuschreiten oder eine falsche Fährte, die von woanders kommt?
Wenn es Deinem Seelenweg entspräche, würde es sich leicht, weit, warm und frei anfühlen. Ohne inneren Widerstand, mit reiner anziehender Energie. Du wärst einfach im Fluss.
Was Du spürst birgt Angst als Grundlage des Antriebs.

Du wirst gerufen vom Müssen und vom Tun.
Sie sind die Feinde vom Wollen und vom Sein.


Wollen und Sein sind deine besten Freunde. Lass Dich ins Sein fallen und koste den Zustand, nichts zu tun und nichts zu müssen vollkommen aus. Dies ist das Feld, der Nährboden, auf dem das Wollen wachsen kann. Gerade die ersten zarten Pflanzen, aufkeimende Wünsche, Sehnsüchte, zarte Ideen, kreativ und neuartig – sie können nur gedeihen in der ruhigen Energie des Nichtstuns, des einfachen Seins.

Leere Deinen Kopf von allen Verpflichtungen, von allen Vorstellungen, was zu tun wäre – wenn auch nur einen Stunde, für 10 Minuten oder für den Zeitraum einer Meditation.
Fühle Dich frei von allem, in das Du eingebunden bist. Frei von familiären oder beruflichen Verpflichtungen. Frei von (Sehn-)Süchten und Gewohnheiten. Frei von Bedürfnissen und Zielen.
Spüre Dich tief hinein in diese Freiheit von allem, was Dich irgendwohin schieben wollte oder an dir zerrte.

Entzünde in dieser Freiheit, in diesem ruhigen Raum eine kleine Kerze, ein Licht, eine Flamme des Vertrauens – der Sicherheit, dass alles gut ist. Dass Du genau richtig bist, wie Du bist. Dass Du an genau dem Punkt in deinem Leben bist, an dem du sein solltest. Dass Du geliebt wirst. Jetzt. Und dass du immer geliebt sein wirst. Immer.
Dass Du nie allein sein wirst. Dass Allein sein nur eine Illusion der Getrenntheit ist, während in Wahrheit alles …. ALLES mit einander verbunden ist.
Ohne Anfang…. ohne Ende… ohne Grenzen… Alles ist Licht… alles ist Liebe…. und mittendrin bist Du!…
So dehne Dich aus in diesem Licht, dieser Liebe, dieser Grenzenlosigkeit. Dehne Dich aus und wachse in die All-Einheit hinein, um dich mit allem was ist zu verbinden und diese Verbindung wieder zu fühlen.
Atme tief ein. Fühlt sich das nicht gut an? Weit und grenzenlos?

Mache Dir nun bewusst, dass Du nicht den Ort gewechselt hast. Du bist immer noch dort, wo Du vor fünf Minuten warst. Du bist immer noch der, der Du vor 5 Minuten warst. Du bist immer Du und du bist IMMER verbunden. Koste diese Verbundenheit noch einige Minuten in Stille aus und nimm sie anschließend mit in Deinen Tag.

Aus diesem Gefühl heraus, schau was entsteht. Tue das, was Dich aus Freude und Liebe anlockt.
Lass es langsam angehen, trenne Dich von der Illusion der Zeit. Der Gedanke „ich habe wenig Zeit“ oder „die Zeit muss genutzt werden“ ist nicht wahr. Es gibt keinen Mangel an Zeit. Zeitdruck ist ein selbst-gemachtes Konzept der Menschen, welches keinen Nutzen hervorbringt und welches Du am besten als unwahr annimmst und als nicht existent. Dazu musst Du dich nur von Terminen und Erwartungen lösen und alle Dinge in Deinem wahrhaft eigenen Tempo tun. Das ist der Unterschied zwischen Flow und Zwang. Flow kommt von innen, Zwang von außen (selbst wenn Du dich selbst zwingst, ist das innen dein Herz und das Außen Dein Kopf).

Du willst – aus deinem Herzen heraus – keine neue Arbeit.
Dein Kopf sagt, es wäre vernünftig. Deine Angst sagt, du brauchst Geld. Dein Herz willigt ein, denn „so schlimm ist es nicht, es macht auch ein bisschen Spaß“.
Ist es das, wie Du dir dein Leben vorstellst? Es ist ganz ok, es ist nicht nur Mist?
Nein, dein Herz fühlt sich verraten.
Jetzt willst Du auf die Schnelle herausfinden, womit Du Geld verdienen kannst. Aber Du bist wieder von außen motiviert. Die Grundlage ist die Frage „wovon kann ich denn Leben“?
Du stellst die falsche Frage, denn Du hast vergessen, dass wir im Zeitalter des Geschehen-lassens sind. Das Zeitalter des Tuns und Machens ist vorbei!!!
Solange Du in das Gefühl zurück fällst „tun“ zu müssen, dann tu nur eines: Führe die obige Übung durch.
Solange Du mit der Motivation wirkst „Geld damit zu verdienen“, lasse es einfach sein.
Tue konsequent die Dinge, die Dir im Moment Freude bereiten. Egal, was es ist. Alles hat seinen Platz und alles hat seinen Sinn. Und alles führt – wenn es Dich erfüllt – zu deinem Seelenplan.

Daran erkennst Du es.
Handle aus Liebe – oder handle nicht.

In Liebe, Aya



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